Wie entsteht Schatten-KI?
Meist fehlt ein freigegebenes Werkzeug, oder es ist umständlicher als ein frei verfügbares. Wer unter Zeitdruck einen Text braucht, öffnet das private Konto. Typische Fälle sind private Chat-Assistenten, Transkriptions-Apps und Übersetzer. Reine Verbote gelten als wenig wirksam, solange es keine brauchbare Alternative gibt.
Welche Risiken entstehen für die Marke?
Das erste Risiko betrifft Daten. Wer Kundendaten, Vertragsentwürfe oder unveröffentlichte Pläne in ein ungeprüftes Werkzeug eingibt, gibt sie an einen Anbieter ohne Vertrag weiter. Das berührt den Datenschutz nach der DSGVO.
Das zweite Risiko betrifft die Marke selbst. Ein Text aus einem Werkzeug ohne Markenkontext klingt nach dem Durchschnitt aller Marken (Beliebigkeit), und seine Fakten sind ungeprüft (Halluzination). Außerdem lässt sich nicht nachvollziehen, welche Inhalte mit KI entstanden sind, was die Kennzeichnung erschwert.
Was hilft gegen Schatten-KI?
Wirksam ist ein erlaubter Weg, der bequemer ist als der verbotene. Dazu gehören freigegebene Werkzeuge mit hinterlegtem Markenkontext, klare Regeln, welches Werkzeug wofür gilt, und Schulungen zur KI-Kompetenz. Ein Inventar der tatsächlich genutzten Werkzeuge zeigt, wo die Lücken liegen. Zuständigkeiten und Freigaben regelt die Brand Governance.