Wie ist das Kapferer-Prisma aufgebaut?
Die sechs Facetten verteilen sich über zwei Achsen: Die vertikale Achse trennt die Senderseite (Erscheinungsbild, Persönlichkeit, Kultur) von der Empfängerseite (Beziehung, Reflexion, Selbstbild). Die horizontale Achse unterscheidet die extern sichtbaren Merkmale von den intern verankerten Dimensionen der Organisation.
Senderseite: die Marke
Empfängerseite: die Zielgruppe
Außen sichtbar
Erscheinungsbild
Greifbare Merkmale und Design
Beziehung
Umgang mit Kundinnen und Kunden
Reflexion
Bild des typischen Kunden
Innen verankert
Persönlichkeit
Charakter der Marke
Kultur
Werte und Herkunft
Selbstbild
Wie sich Kundschaft mit der Marke sieht
Senderseite: die Marke
Erscheinungsbild
Außen sichtbar: greifbare Merkmale und Design
Persönlichkeit
Innen verankert: Charakter der Marke
Kultur
Innen verankert: Werte und Herkunft
Empfängerseite: die Zielgruppe
Beziehung
Außen sichtbar: Umgang mit Kundinnen und Kunden
Reflexion
Außen sichtbar: Bild des typischen Kunden
Selbstbild
Innen verankert: wie sich Kundschaft mit der Marke sieht
Was bedeuten die sechs Facetten im Detail?
Das Erscheinungsbild bündelt greifbare Merkmale und Designelemente. Die Persönlichkeit beschreibt den Charakter der Marke. Die Kultur umfasst Werte und Herkunftsprinzipien. Die Beziehung regelt die Art der Interaktion mit Kunden. Die Reflexion spiegelt das Bild des Nutzers wider, während das Selbstbild das innere Gefühl beschreibt, das Kundinnen und Kunden beim Verwenden der Marke empfinden.
Welche Konsequenzen hat das Modell für den KI-Einsatz?
Das Prisma verdeutlicht, dass Markenidentität weit über Sprache und Optik hinausgeht. Für generative Werkzeuge müssen alle Facetten in konkrete Regeln übersetzt werden: Persönlichkeit fließt in den Sprachkontext, das Erscheinungsbild in den Bildkontext, Kultur und Zielgruppenreflexion in den Strategiekontext.