Wie ist das Kapferer-Prisma aufgebaut?

Die sechs Facetten verteilen sich über zwei Achsen: Die vertikale Achse trennt die Senderseite (Erscheinungsbild, Persönlichkeit, Kultur) von der Empfängerseite (Beziehung, Reflexion, Selbstbild). Die horizontale Achse unterscheidet die extern sichtbaren Merkmale von den intern verankerten Dimensionen der Organisation.

Senderseite: die Marke

Erscheinungsbild

Außen sichtbar: greifbare Merkmale und Design

Persönlichkeit

Innen verankert: Charakter der Marke

Kultur

Innen verankert: Werte und Herkunft

Empfängerseite: die Zielgruppe

Beziehung

Außen sichtbar: Umgang mit Kundinnen und Kunden

Reflexion

Außen sichtbar: Bild des typischen Kunden

Selbstbild

Innen verankert: wie sich Kundschaft mit der Marke sieht

Brand Identity Prism nach Jean-Noël Kapferer: Sechs Facetten, geordnet nach Sender und Empfänger sowie nach außen sichtbar und innen verankert.

Was bedeuten die sechs Facetten im Detail?

Das Erscheinungsbild bündelt greifbare Merkmale und Designelemente. Die Persönlichkeit beschreibt den Charakter der Marke. Die Kultur umfasst Werte und Herkunftsprinzipien. Die Beziehung regelt die Art der Interaktion mit Kunden. Die Reflexion spiegelt das Bild des Nutzers wider, während das Selbstbild das innere Gefühl beschreibt, das Kundinnen und Kunden beim Verwenden der Marke empfinden.

Welche Konsequenzen hat das Modell für den KI-Einsatz?

Das Prisma verdeutlicht, dass Markenidentität weit über Sprache und Optik hinausgeht. Für generative Werkzeuge müssen alle Facetten in konkrete Regeln übersetzt werden: Persönlichkeit fließt in den Sprachkontext, das Erscheinungsbild in den Bildkontext, Kultur und Zielgruppenreflexion in den Strategiekontext.