Wie ist eine Grounding Page aufgebaut?

Am Anfang steht eine Definition in ein bis zwei Sätzen, danach eine Abgrenzung: Was ist die Entität, und was ist sie nicht? Es folgen Kernfakten als Paare aus Begriff und Wert, Beziehungen zu anderen Entitäten, Merkmale, Angebote und Daten, am Ende Nachweise mit Quellenlinks. Pro Satz steht ein Fakt, Adjektive entfallen. Sichtbar sind das Datum der Erstellung, der letzten Änderung und der letzten Prüfung.

Dieselben Inhalte stehen zusätzlich als JSON-LD auf der Seite, also als strukturierte Daten nach Schema.org, die Software ohne Umwege auslesen kann. Ein dauerhafter Link im Footer oder Impressum macht die Seite auffindbar. Der Standard beschreibt den Stand der Version 1.7 (Oktober 2026).

Wie unterscheidet sich die Grounding Page von der Über-uns-Seite?

Die Über-uns-Seite soll überzeugen, die Grounding Page beschreibt. Der Standard vergleicht sie mit einem Pressekit neben den Produktseiten: zitierfähig und nüchtern, für Menschen wie Maschinen lesbar. Sie ergänzt die klassische Suchmaschinenoptimierung. Eine eigene Technik braucht sie nicht, ein Seitentyp im bestehenden Redaktionssystem genügt.

Auch zur llms.txt gibt es einen klaren Unterschied. Die llms.txt führt KI-Crawler zu den wichtigen Seiten, die Grounding Page liefert die geprüften Fakten selbst.

Was soll eine Grounding Page bewirken?

Eine Grounding Page soll Verwechslungen und Falschdarstellungen verringern, die entstehen, wenn Modelle eine Marke aus verstreuten, teils veralteten Quellen zusammensetzen (Halluzination). Als Ergänzung zur Generative Engine Optimization bündelt sie die eigenen Fakten an einem Ort.

Ab Version 1.7 verlangt der Standard vor der Veröffentlichung eine dokumentierte Prüfung und Freigabe durch einen Menschen. Eine automatische Prüfung, auch durch KI, ersetzt sie nicht (Human in the Loop).